Mobilitaet
Illustration: Stocksy
Zukunft Mobilität

5 Artikel zur Mobilität der Zukunft, die man gelesen haben muss

Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen? Feststoffbatterie, E-Antrieb oder Wasserstoff – wichtiger als die Antriebsart wird das Mobilitätskonzept sein. Zwischen Robo-Taxis, virtuellen Welten und Hyperloops: 5 absolut lesenswerte Texte zur der Mobilität der Zukunft.

1. Robotertaxis und selbstfahrende Autos – Studie des Fraunhofer IAO

Was ein selbstfahrendes Auto leisten und wie es aussehen muss, davon hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Noch gravierender werden die Unterschiede in den Visionen, wenn man Länder- und Kulturgrenzen überschreitet. Deshalb hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation (IAO) eine internationale Studie unter dem Namen „Robocab“ durchgeführt und veröffentlicht. Kurzer Einblick: Während sich die Deutschen autonome Taxis nur als Ergänzung zum bestehenden Individualverkehr vorstellen können, sieht man sie in China als vollwertigen Ersatz an. Wie groß die weltweiten Diskrepanzen in den Auffassungen sind, zeigt die vollumfänglich lesbare Studie.

2. Stau? Flucht in die virtuelle Welt

Die Digitalisierung hat einen unbestreitbaren Einfluss auf unsere heutige Mobilität und jene der Zukunft. Dass dies aber nicht zwangsläufig nur die Vernetzung von Fahrzeugen untereinander und mit der Umwelt bedeuten muss, zeigt dieser Artikel des Zukunftsportals „New Atlas“ über das neueste Concept-Car von Audi, den AI:ME. Hier wird VR (Virtual Reality) sozusagen zur Alltagsflucht genutzt. Warum sollte man bei einem autonom fahrenden Auto nicht einfach eine VR-Brille aufsetzen und einen Film statt die Heckscheibe des Vordermanns anschauen? Welche Chancen Audi bei der Verkupplung von Fahrzeug und VR-Technologie sieht, steht hier (Englisch).

3. Europas Rolle in der Mobilität der Zukunft

Vor allem Beratungsunternehmen sind – zusammen mit Autobauern und -zulieferern – führend darin, Studien zur Zukunft der Mobilität in Auftrag zu geben und mal realistische, mal eher futuristische Prognosen zu Papier zu bringen. Zu den realitätsnahen Studien gehört da definitiv „Race 2050“ von McKinsey. Sie beschäftigt sich mit Europas Rolle und „Europas Königsweg in die Mobilität der Zukunft“. Lesenswerter Fünf-Punkte-Plan, der zeigen soll, wie wir im Wettlauf mit den USA und China mithalten und vielleicht sogar zu einem Zielsprint ansetzen können. Denn bislang, so lässt sich die Studie lesen, laufen wir hinterher.

4. Der deutsche Tritt auf die Bremse

Der Artikel ist schon ein knappes Jahr alt, und er ist weniger eine Vision futuristischer Mobilitätskonzepte. Vielmehr hat Steffen Fründt in der „Welt“ einen Denkanstoß veröffentlicht, der dabei helfen soll, neuen Formen der Fortbewegung und der Mobilität auch in Deutschland den Weg zu ebnen. Man muss sicherlich nicht jeden Aspekt des Artikels teilen – mit dem bloßen Reflektieren dieser Thematik ist sicherlich schon viel gewonnen auf dem Weg in eine neue Mobilitäts-Ära. Denn bislang, so seine Kernaussage, ist Deutschland alles andere als offen für Neues. Vielmehr kritisiert er Deutschland als „Land der Blockierer und Bremser“.

5. Der Hyperloop – in Grafiken und Zahlen

Wenn Elon Musk nicht gerade eine Rakete mitsamt einem Tesla Roadster ins All schickt, tüftelt er an der neuen Form des Reisens via Hyperloop. Klar, das ist nichts Neues, und Entwürfe für die Röhre, die ihre Passagiere mit über 1000 Stundenkilometern Geschwindigkeit von A nach B schicken soll, haben wir alle bereits Dutzende Male gesehen. RS Components aus Frankfurt hat alles Wissenswerte allerdings in einer äußerst sehenswerten und einprägsamen Infografik zusammengefasst. Anschauen, merken, angeben.

Das wirklich Allerletzte: Wie Straßen Ungleichheit fördern

Richten wir den Blick auf die Gegenwart: Welche Bedeutung haben Straßen? Sie sind Orte der Fortbewegung, sie ermöglichen uns das Reisen, und auch wenn jeder in seinem kleinen zwei-, vier- oder mehrrädrigen Mikrokosmos sitzt, sind sie doch Orte der Begegnung. Straßen trennen aber auch, teilen Städte und ganze Gesellschaften. Der Guardian hat hierzu ein tolles Multimedia-Special erstellt. „Urban decay – Roads to nowhere: how infrastructure built on American inequality“. Auf Englisch, gespickt mit eindrücklichen Fotografien, Drohnen-Aufnahmen und Infografiken. Absoluter Lesetipp!